Geplante Veränderungen der Bilanzierung von Rückstellungen für die betriebliche Altersversorgung (BAV)

Der Rechtsausschuss des Bundestages beschloss am 17.2.2016 Erleichterungen bei der Bewertung der verpflichtenden Rückstellungen. Unternehmen, die ihren Mitarbeitern eine Betriebsrente anbieten, werden so bei den Pensionsrückstellungen nach dem BilMoG -Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz entlastet. Die Niedrigzinsen zwingen Firmen und Organisationen, bei Verbindlichkeiten für spätere Betriebsrenten immer mehr Geld zurückzustellen. Geplant ist, für die Kalkulation des Zinssatzes zur Berechnung von Rückstellungen für Betriebsrenten den Durchschnitt der vergangenen zehn Geschäftsjahre zugrunde zu legen, bisher waren es die vergangenen sieben Jahre. Vor zehn Jahren war das allgemeine Zinsniveau deutlich höher als heute. Damit würde die Höhe der Rückstellung niedriger ausfallen. Pensionsverpflichtungen sind erst in Jahren fällig. Je stärker der Zinssatz für ihre Bewertung sinkt, desto mehr müssen Unternehmen für Pensionsverbindlichkeiten der nächsten Jahre zurücklegen.
Die Änderung wird mit einer Ausschüttungssperre verknüpft. Somit entsteht kein zusätzlicher Spielraum, mehr Gewinne auszuschütten, nur weil die Rückstellungen neu berechnet werden. Das entsprechende Gesetz soll bald vom Bundestag verabschiedet werden.

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